Chronik


25 Jahre Wirtschaftsförderverein

 

 Mittelstandsvereinigung

 pro Südthüringen e. V.

 Einige ausgewählte Fakten und Ergebnisse der 25-jährigen Vereinsgeschichte

 pro Südthüringen – Name ist Programm

 

Unter diesem Slogan fand am 13. Mai 1993 die Gründungsversammlung im Hotel Thüringen in Suhl statt.

Die Idee eines Fördervereines entstand und zugleich der Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein.Die Devise lautete:

Stell nicht die Frage nach Nachteilen, sondern nach Vorteilen der Region, beurteile den herrlichen Landstrich nicht nach Risiken, sondern nach seinen Chancen und vorallem glaube an Südthüringen.

Der Verein verhielt sich gegenüber Partnern neutral, aber er brachte sich von Anfang an als Interessenvertretung des Mittelstandes politisch ein.

Der Slogan, wir bündeln Interessen, führte 2009 zur Fusion des Vereines „pro Südthüringen e. V.“ mit dem Verein „Mittelstandsvereinigung e. V. im Landkreis Schmalkalden/ Meiningen“ und damit zum neuen Wirtschaftsförderverein „Mittelstandsvereinigung pro Südthüringen e. V.“

Was kennzeichnet die Entwicklung des Wirtschaftsfördervereines seit seiner Gründung?

1. Umsetzung von Visionen in einem Strategieprogramm

Nur wer weiß, was er will, hat auch Erfolg. In diesem Sinne wurde für den Verein ein Strategieprogramm erarbeitet das insbesondere die kurzfristige und längerfristige Entwicklung beinhaltet, jährlich geprüft und nach zirka 2-3 Jahren entsprechend den Entwicklungsergebnissen und des Standes der gesellschaftlichen Entwicklung der Region überarbeitet wird.

So hat die Mitgliederversammlung des Vereines am 13.11.2018 ein komplett überarbeitetes Strategieprogramm beschlossen. Es umfasst besonders die Zukunftsaufgaben einer digitalisierten Gesellschaft und bietet notwendige Bildungsmaßnahmen in der seit 2012 geschaffenen Akademie des Vereines, „die Nachhaltigkeitsorientierte Zukunftswerkstatt für Unternehmen im Mittelstand“ an.

2. Schaffung einer Dialogebene zwischen Wirtschaft, Kammern, Kommunen, Verbänden, Vereinen und der Landesregierung

Die seit 2007 fest etablierte Veranstaltungsreihe „Rohrer Dialog“ befasst sich jährlich mit grundsätzlichen Entwicklungsproblemen der Region Südthüringen. In der 1000-jährigen Klosterkirche im BTZ Rohr diskutiert dabei die Südthüringer Wirtschaft im Dialog mit Vertretern der Landesregierung auf Ministerebene über Schwerpunktaufgaben der Region und sucht gemeinsame Lösungsansätze, verbunden mit Aufgabenstellungen sowohl für die eigene Wirtschaft, die Kommunen und für die Landesregierung. Ergebnisse des Rohrer Dialoges werden durch Handlungsmaxime umgesetzt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit kontrolliert.

 Ø  Thema der Rohrer Dialoge:

 I.      „Verbesserung der Ausbildungsreife der Schulabgänger“

 II.    „Südthüringen – Potentiale, Perspektiven, Visionen für unsere Jugend“

 III.   „Effizienz der Verwaltungen“

 IV.  „Zukunft nachhaltig in Südthüringen gestalten – Verborgene Schätze heben“

 V.    „Entwickeln wir mit Blick auf 2020 die Zukunftsfähigkeit unseres Mittelstandes in der Region ausreichend – Passen dazu die Rahmenbedingungen?“

 VI.  „Mit Innovation und Netzwerken erfolgreich die Zukunft und den Fachkräftemangel meistern“

 VII.„Digitalisierung – Fit für die Zukunft“

 VIII.„Sind die Prinzipien des „ehrbaren Kaufmanns“ für die mittelständischen Wirtschaft noch zukunftsfähig?"

 

Ebenfalls werden seit 2002 Wirtschaftskonferenzen unseres Vereines natürlich im engen Zusammenwirken mit den beiden Südthüringer Kammern, unter der Schirmherrschaft des Thüringer Wirtschaftsministers im Congreßzentrum Suhl durchgeführt.

 Ø  Thema der Wirtschaftskonferenzen:

 I.      „Wie weit ist es bis zum Oberzentrum?“

 II.    „Chancen für Wirtschaftswachstum“

 III.   „Chancen in Südthüringen“

 IV.  „Chancen aus der Krise“

 V.    „Geschäftserfolge durch strategische Unternehmensführung“

        VI.  „Zukunft Ost- auch in Südthüringen“

   Zu diesen Veranstaltungen konnte der Verein u. a. folgende Persönlichkeiten als Gastredner begrüßen:

 ·         Prof. Karlheinz Brandenburg

 Fraunhofer-Institut Ilmenau

 ·         Prof. Dr. Arnold Weissman

 Strategisches Beratungsunternehmen für den Mittelstand Nürnberg

 ·         Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun

 Vorstandsvorsitzender B. Braun Melsungen AG

 ·         Prof. Dr. Anton Schmoll

 Geschäftsführer des Kreditvereines der Erste Bank AG Wien

 ·         Dr. Franz Alt         Baden-Baden

 Der Sonnenkönig von Deutschland und ehemalige Fernsehmoderator

3. Auf- und Ausbau der vorhandenen Akademie des Vereines

Zur unmittelbaren Unterstützung der Vereinsmitglieder wird die eigene Akademie des Vereines „die Nachhaltigkeitsorientierte Zukunftswerkstatt für Unternehmer im Mittelstand (NOWUM) schrittweise weiterentwickelt.

Bereits von 2012 bis Mitte 2015 konnten in der Akademie mit Unterstützung von Bundesfördermitteln auf dem Gebiet der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen über 75 Geschäftsführer und Unternehmer mit großem Erfolg weitergebildet werden.

Mit dem 01. November 2018 erhielt unser Verein die Bestätigung der Landesregierung zur Bereitstellung von Fördermitteln für den Zeitraum 2018 – 2020für das Bildungsprojekt des Vereines „Digitalisierung – Fit für die Zukunft“.

Was ist das „Besondere“ an diesem Bildungsprojekt?

Der Unternehmer bzw. Geschäftsführer wird innerhalb von 6 Monaten, jeweils 1 Tag/ Monat, also an 6 Tagen, sowohl theoretisch als auch praktisch mit der digitalen Transformation konftrontiert und zur Leitung dieses Prozesses befähigt.

Dabei ist das Weissman-Institut Nürnberg für den theoretischen Teil und das Kompetenzzentrum 4.0 Ilmenau mit seinen 5 Modellfabriken für den praktischen Teil zuständig.

Auch mit der Umsetzung der Bildungsergebnisse im Unternehmen wird der teilnehmende Unternehmer nicht allein gelassen.

In der Akademie des Vereines werden weitere Bildungsmöglichkeiten für die Unternehmer bzw. Nachfolgekandidaten angeboten, so u. a.

 ·         Weiterbildungsprojekt – Strategieentwicklung

 ·                     Weiterbildungsprojekt - Führungskräftetraining

4. Enges Zusammenwirken mit dem zukünftigen Unternehmernachwuchs

Im engen Zusammenwirken mit der Mittelstandsakademie (ein Mitglied unseres Vereines) wird gemeinsam mit der Thüringer Ehrenamtsstiftung an einem Zukunftsprojekt „YES-Jugend entwickelt Südthüringer Wirtschaft“ gearbeitet und über Jahre mit Schülern von Regelschulen und Gymnasien Projekte entwickelt. Diese wurden und werden zu Wirtschaftskonferenzen und Rohrer Dialogen des Vereines jeweils präsentiert.

Einige ausgewählte besondere Initiativen des Vereines:

 ·       Ab Mitte der 90er Jahre hat sich unser Verein bei der Durchsetzung des Bundesverkehrswegeplanes in der Region Südthüringen an die Spitze der gesellschaftlichen Kräfte gestellt mit dem Ergebnis, dass eine beabsichtigte Minimierung der A71/ A73 durch den Thüringer Wald abgewendet werden konnte.

 ·        Gemeinsam mit der HWK Südthüringen, der Stadt Steinbach-Hallenberg und dem Gewerbeverein Steinbach-Hallenberg, sowie der Regelschule Steinbach-Hallenberg wurde 2013 die Idee einer „Entdeckungsreise durch die Gewerbegebiete“ im Großraum Steinbach-Hallenberg sehr erfolgreich durchgeführt. Ziel ist es, den Schülern der 7. – 9. Klassen als den zukünftigen Fachkräften das Potential der regionalen Unternehmen vor Ort hautnah zu zeigen und ihnen bei dieser Reise eine Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl „zum Anfassen“ zu bieten. Auch in den vergangenen Jahren wurde diese Idee sehr erfolgreich praktiziert.

 ·        Anlässlich des VI. Rohrer Dialoges vom 22. Oktober 2015 wurde, inszeniert von unserem Verein und gemeinsam mit den beiden Südthüringer Kammern, ein offener Brief dem Wirtschaftsministerium übergeben.

Thema: „Handlungsmaxime zur schnellen Umsetzung von hochleistungsfähigen Breitbandbeschlüssen in Südthüringen“

Die Hauptforderung in diesem offenen Brief „Das Förderprogramm des Landes soll in der Agenda 2020 – 100 Mbits (FTTB) für die Thüringer Wirtschaft beinhalten“

Diese unsere Forderungen versucht die Landesregierung umzusetzen.

Die Fachkenntnis unseres Vereines auf diesem Gebiet (Vorstandsmitglied Herr Uwe Rettner) wird in den vergangenen Wochen und Monaten gern in Anspruch genommen.

So arbeitet unser Verein durch Expertengespräche gemeinsam mit dem PWC im Auftrag der Landesregierung an der Weiterentwicklung Breitbandstrategie Thüringen 2025 mit.

 

November 2018

Geschäftsführung des Vereines